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Betrieb

Landwirtschaftlicher oder gewerblicher Transport?

Landwirtschaftlicher oder gewerblicher Transport?

Ob ein landwirtschaftlicher Transport den Vorgaben des gewerblichen G├╝terverkehrs unterliegt, ist f├╝r Landwirte eine wichtige Frage. Denn f├╝r gewerbliche Transporte gelten strengere Regelungen.

Transportiert ein Landwirt seine eigenen land- oder forstwirtschaftlichen (lof) Erzeugnisse und Bedarfsg├╝ter zum Betrieb bzw. zum Feld oder zu den Verwertungsstellen gilt dies nicht als gewerblicher Transport. Es handelt sich um Bef├Ârderungen von lof-Erzeugnissen und Bedarfsg├╝tern f├╝r eigene Zwecke und damit gilt f├╝r alle eigenen oder angemieteten Fahrzeuge des Betriebes, auch mit Lkw und Sattelzug, der ┬ž 2 des G├╝terkraftverkehrsgesetzes (Befreiungsvorschrift, G├╝KG), der deutlich niedrigere Anforderungen setzt.

Das gleiche gilt f├╝r die Mitglieder eines Maschinenrings oder f├╝r Lohnunternehmer (allerdings nur mit Zugmaschinen und Anh├Ąngern), wenn der Auftrag von einem Landwirt kommt.

Wann wird ein lof-Transport gewerblich?

Sobald ein lof-Erzeugnis in den Besitz eines Gewerbebetriebes ├╝bergegangen ist, wird es ein gewerbliches Gut und seine Bef├Ârderung damit zu einem gewerblichen Transport. Dies ist etwa der Fall, wenn im Rahmen der Silagebereitung der Silomais des Landwirts vom Lohnunternehmer im Auftrag des Biogasanlagenbetreibers zur Anlage transportiert wird.

Um zu vermeiden, dass ein Transport gewerblich wird, k├Ânnen die Liefervertr├Ąge so angepasst werden, dass das Gut erst nach Erreichen des Gewerbetriebes in dessen Besitz ├╝bergeht. Erfolgen im obigen Beispiel die Silagebereitung und das Ausbringen der G├Ąrreste im Auftrag und auf Rechnung des Landwirts, handelt es sich wieder um einen landwirtschaftlichen Transport.

Das bringt im Vergleich erhebliche Erleichterungen mit sich. Dies betrifft zum Beispiel die Befreiung von der KfZ-Steuer. Zudem muss keine Erlaubnis f├╝r den G├╝terverkehr beantragt werden und bei der Fahrerlaubnis ist die Klasse T ausreichend. Die folgende Tabelle gibt einen groben ├ťberblick ├╝ber die wesentlichen Unterschiede:

Bef├Ârderung mit Zugmaschine ├╝ber 7,5 Tonnen und Anh├Ąnger ├╝ber 10 Tonnen zul├Ąssiges Gesamtgewicht, bei mehr als 40 km/h H├Âchstgeschwindigkeit
Vorschrift f├╝r lof-Betrieb f├╝r Gewerbebetrieb Gewerblicher Biomassetransport
Zulassung Anh├Ąnger ab 25 km/h ab 6 km/h ab 6 km/h
Kfz Steuerbefreiung ja nein, mind. f├╝r einen Monat versteuern nein, mind. f├╝r einen Monat versteuern
├ťberwachung j├Ąhrlich HU (Hauptuntersuchung), halbj├Ąhrlich SP (Sicherheitspr├╝fung) j├Ąhrlich HU, halbj├Ąhrlich SP j├Ąhrlich HU, halbj├Ąhrlich SP
Fahrerlaubnis Klasse T, ab 18 Jahre Klasse CE, ab 21 Jahre Klasse T, ab 18 Jahre
Befreiung vom ┬ž 2 G├╝KG ja nein nein
Kontrollger├Ąt f├╝r Traktor nein, wenn lof Zwecke im Umkreis von 100 km ja, Kfz mehr als 40 km/h ja, Kfz mehr als 40 km/h

Berufskraftfahrer Qualifizierung

nein, gem├Ą├č ┬ž 2 G├╝KG bzw. FE T ja, Kfz mehr als 45 km/h

nein, weil FE T

Autor: G├╝nter Heitmann, DVR