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Unlautere Handelspraktiken: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

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Seit Juni 2021 sind zahlreiche unfaire Handelspraktiken durch das Agrarorganisationen-und-Lieferketten-Gesetz (AgrarOLkG) verboten. Wie diese Verbote wirken, wird nun evaluiert. Bis zum 03. Februar 2023 können Sie dazu an einer anonymen Online-Umfrage teilnehmen.

Bild: Martin Keiler/iStock/Getty Images Plus via Getty Images

Um landwirtschaftlichen Erzeugerinnen und Erzeugern in den Handelsbeziehungen mit umsatzstarken Unternehmen den Rücken zu stärken und für mehr Fairness in der Lebensmittellieferkette zu sorgen, wurden im Juni 2021 durch das Agrarorganisationen-und-Lieferketten-Gesetz (AgrarOLkG) zahlreiche unfaire Handelspraktiken verboten, die zuvor gerade kleinere Betriebe klar benachteiligt haben.

Seither sind beispielsweise kurzfristige Stornierungen bestellter Ware durch den Abnehmer, überlange Zahlungsziele für verderbliche Waren oder einseitige Änderungen der Lieferbedingungen nicht mehr erlaubt.

Knapp zwei Jahre nach Inkrafttreten des AgrarOLkG wird nun evaluiert, wie die Verbote unlauterer Handelspraktiken wirken. Um auch Erkenntnisse aus erster Hand zu gewinnen, sollen diejenigen nach ihren Erfahrungen befragt werden, die tagtäglich Lieferbeziehungen verhandeln: Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Die Befragung richtet sich im Schwerpunkt an Erzeugerinnen und Erzeuger sowie Lieferantinnen und Lieferanten von Lebensmitteln, Agrar- und Fischereierzeugnissen. Aber auch gewerbliche Käufer von Lebensmitteln, Agrar- und Fischereierzeugnissen sind eingeladen, an der Befragung teilzunehmen. Die Unternehmen sind aufgerufen, sich zahlreich zu beteiligen und in den Evaluierungsprozess einzubringen.

Die Befragung führt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt und unter Beteiligung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) durch.

Die Befragung findet online vom 16. Januar 2023 bis zum 3. Februar 2023 statt. Sie erfolgt anonym. Aus den Antworten werden keine Rückschlüsse auf die Identität der Umfrageteilnehmenden gezogen. Über folgende Links kann an der Befragung teilgenommen werden:

Weiter zur Umfrage für Verkäufer (Erzeuger/Lieferanten) von Lebensmitteln und Agrarerzeugnissen

Weiter zur Umfrage für Käufer von Lebensmitteln und Agrarerzeugnissen

Weitere Umfrage zu Unlauteren Handelspraktiken (UTP)

Bis zum 15. März führt die Europäische Kommission ebenfalls eine Umfrage zur Wirksamkeit der Maßnahmen zur Umsetzung der UTP-Richtlinie durch.

Zur Nachricht

Hintergrund

Weitere Informationen zum Thema UTP finden Sie auf der Internetseite der BLE.

Sofern Ihnen die Verbote von unlauteren Handelspraktiken noch unbekannt sind, hat die BLE auch ein kurzes Erklärvideo erstellt. Weiter zu den Erklärfilmen zu UTP