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Tier

Imkerei als Beruf

Imkerei als Beruf

Der überwiegende Teil der Imkerinnen und Imker betreibt die Imkerei als Hobby oder im Nebenerwerb. Es gibt allerdings auch einige unter ihnen, die die Bienenhaltung im Hauptberuf ausüben. 

Ausbildung zum Tierwirt

Grundlage ist eine Ausbildung zur Tierwirtin bzw. zum Tierwirt mit dem Schwerpunkt Bienenhaltung. Die Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst im Wesentlichen die folgenden Grundlagen:

  • Völkerführung und Bienengesundheit: Anatomie und Physiologie der Biene, Führen und Versorgen von Bienenvölkern, Aufbau von Jungvölkern, Behandlung von Bienenvölkern gegen Krankheiten –  vor allem die Varroamilbe, Hygiene und Krankheitsvorbeugung, Bienenwanderung, Schwarmvorbeugung,
  • Zucht: Königinnenzucht und -aufzucht, Führen von Pflege- und Drohnenvölkern, Zuchtbuchführung, Kenntnisse über verschiedener Unterarten und Zuchtlinien,
  • Betriebsmittel: Pflege und Herstellung, Werkstatt- und Reinigungsarbeiten, Bau verschiedener Beuten, Arbeits- und Umweltschutz
  • Bienenweide: Kenntnis über die wesentlichen Bienennährpflanzen sowie Naturschutz und Bestäubung,
  • Bienenprodukte: Gewinnung, Veredlung und Vermarktung. 

Lehrgang für Bestäubungsimker

Erwerbsimkerinnen und -imker können zudem versuchen, sich als Bestäubungsdienstleister für Landwirtschaft und Saatzuchtunternehmen ein neues Standbein aufzubauen. In einem speziellen Lehrgang wird die gesamte Breite des Bestäubungsmanagements gelehrt, zum Beispiel:

  • wie Bienenvölker vorzubereiten und aufzustellen sind,
  • wie und wann die Völker in der Kultur verteilt werden sollten,
  • welcher Bestäubungszeitraum am effektivsten ist,
  • welche Kulturen geeignet sind,
  • wie sich auch bei ungünstiger Witterung eine gute Bestäubungsleistung erzielen lässt,
  • welche Dichte das Bienenvolk haben sollte und
  • wie die Bestäubungsrate optimiert werden kann.  Nach erfolgreichem Abschluss erhält die Imkerin bzw. der Imker den Sachkundenachweis Bestäubungsimker. 

Gute imkerliche Praxis

Nicht nur Berufs-, sondern auch Hobbyimker sollten sich in Imkerschulungen und -fortbildungen Grundkenntnisse über die gute imkerliche Praxis aneignen. Hier lernt man die Bedürfnisse eines Bienenvolkes kennen, Mangelerscheinungen und Bienenkrankheiten zu erkennen, sie richtig einzuschätzen und eventuell zu behandeln. Weiterhin finden Imker hier Kontakte zu Gleichgesinnten und können sich austauschen. Kurse werden von den Imkerverbänden und Bieneninstituten angeboten.

Letzte Aktualisierung 28.05.2020