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Vion

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Statement von Dr. Heinz Schweer, Direktor Landwirtschaft Vion Deutschland

Vion wird in Deutschland alle derzeit vom Gesetzgeber zugelassenen Verfahren akzeptieren. Wir bevorzugen die Annahme von betäubt kastrierten Ebern. Es werden keine Varianten ausgeschlossen. Aber es ist schwierig und aufwändig, das Fleisch im Verarbeitungsprozess zu selektieren. Das ist bei 100 verschiedenen Teilstücken fast unmöglich. Denn es gibt sowohl auf dem nationalen wie auf dem globalen Markt Kunden, die Eberfleisch oder Fleisch von geimpften Tieren ablehnen.

Wir haben keine Mengenbegrenzung für Eber oder Immunokastraten, aber die Nachfrage ist begrenzt. In Norddeutschland können Sie 10 bis 15 Prozent Eber vermarkten, mehr nicht. In Süddeutschland mit der starken Metzgerstruktur und dem Export nach Italien sind Eber und geimpfte Eber überhaupt nicht zu vermarkten. Alle angelieferten Tiere werden gleich abgerechnet, ohne Abschläge für Jungeber oder geimpfte Eber.

Der Export wird durch die bisher zugelassenen Methoden erheblich beeinträchtigt. Rohschinken und Fleisch für Rohwurst ist weder von Jungebern noch von geimpften Tieren international zu vermarkten. Japan und Korea, die Märkte für Edelteile vom Schwein, lehnen Fleisch von Immunokastraten grundsätzlich ab. Bei der Vermarktung von Frischfleisch gibt es in Deutschland keine Probleme. Für Verarbeitungsware ist das schon schwieriger.