Springe zum Hauptinhalt der Seite

Bundeszentrum Weidetiere & Wolf

Über das BZWW

Über das BZWW

Hintergrund, Ziele und Aufgaben

Die Weidetierhaltung ist ein zentraler Bestandteil einer naturnahen Landwirtschaft. Sie wirkt positiv auf das Tierwohl, die Artenvielfalt, das Landschaftsbild und den Erhalt der Vielfalt an Lebensräumen. Gute Bedingungen für die Weidetierhaltung zu schaffen und zu erhalten, ist daher eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Mit weiter wachsenden Wolfsbeständen sind Herausforderungen und Konflikte verbunden, die insbesondere Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter betreffen.

Im Spannungsfeld Weidetiere und Wolf mit seinen emotionalen, kontroversen, konfliktbehafteten Fragestellungen ist das BZWW bestrebt, stets fachlich fundierte Informationen in sachlicher Weise bereitzustellen sowie im Miteinander einen respektvollen und konstruktiven Umgang zu erreichen.

Die Aufgabenschwerpunkte des BZWW sind Kommunikation und Vernetzungsarbeit rund um das Thema Herdenschutz. Angewandte Herdenschutzmaßnahmen, Fördermöglichkeiten in den Bundesländern und regionale Aktivitäten und Projekte werden sichtbar gemacht. Ebenso werden die Herangehensweisen zum Umgang mit dem Wolf, die in anderen EU-Mitgliedsstaaten angewendet werden, dargestellt. Bereits vorhandene praxisrelevante Informationen werden gebündelt und gemeinsam mit relevanten Akteuren werden Lösungsansätze entwickelt.

Der fachliche Austausch zum Thema Herdenschutz wird durch geeignete und zielgruppengerechte Formate, wie Fachveranstaltungen und Exkursionen, gefördert. Darüber hinaus werden Forschungsarbeiten und Innovationen zum Herdenschutz angeregt sowie der Wissenstransfer in die Praxis gestärkt.

Organigramm

Organisatorisch ist das BZWW der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn, im dortigen Referat für Experten- und Fachkommunikation, zugeordnet. Die Geschäftsstelle befindet sich in Eberswalde (Brandenburg). Das Thünen-Institut mit seinem Arbeitsbereich Wildtierökologie begleitet das BZWW in wissenschaftlich-beratender Funktion. Begleitende Gremien des Bundeszentrums sind die Fachgruppe Weidetiere und Wolf sowie die Lenkungsgruppe Weidetiere und Wolf.

Fachgruppe Weidetiere und Wolf

Die Fachgruppe Weidetiere und Wolf berät das BZWW zu allen fachlichen Fragen. Die Mitglieder der Fachgruppe kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und bringen Expertise zu unterschiedlichen Fachthemen mit. Besonderer Fokus der Fachgruppe liegt auf der Nähe zur Praxis. So nehmen Herdenschutzberatende, Praktikerinnen und Praktiker von schaf- oder ziegen-haltenden Betrieben, Vertreterinnen und Vertreter von Nutztier-, Naturschutz-und Landwirtschaftsverbänden sowie aus der Forschung an der Fachgruppe teil.

Im Vordergrund steht die Beratung zu allgemeinen und fachspezifischen Fragestellungen des Herdenschutzes. Schwerpunkt ist ebenso der praxisbezogene Wissenstransfer zwischen Verwaltung, Beratung und Wissenschaft. Ziel ist es, als Grundlage für Entscheidungen und Empfehlungen Fachwissen an das Bundeszentrum Weidetiere und Wolf zu vermitteln.

Lenkungsgruppe Weidetiere und Wolf

Die Lenkungsgruppe Weidetiere und Wolf berät das BZWW strategisch zu seinen Zielstellungen und seiner Weiterentwicklung. In der Gruppe vertreten sind Bund und Länder sowie Verbände, die die unterschiedlichen Interessengruppen repräsentieren. Den Vorsitz der Lenkungsgruppe führt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Ziel ist es, einen Raum für einen länderübergreifenden Erfahrungsaustausch und für den Wissenstransfer von Einzelmaßnahmen der Länder und Verbände zu schaffen. Darüber hinaus bietet das Gremium ein Diskussionsforum, in dem alle Positionen zum Thema Weidetiere und Wolf in respekt- und vertrauensvoller Atmosphäre gehört werden. Die Erkenntnisse und fachliche Expertise der Fachgruppe Weidetiere und Wolf werden in die Arbeit der Lenkungsgruppe einbezogen.